Der Muttertag ist für uns weniger ein Tag für grosse Gesten, sondern vielmehr ein Anlass, Danke zu sagen – den Mamas, Grossmüttern oder einfach Lieblingsmenschen, die uns im Alltag begleiten. Und was könnte persönlicher sein, als ein Geschenk, das die Kinder mit eigenen Händen aus der Natur mitgebracht haben? Wenn ihr gemeinsam im Wald unterwegs seid, Äste sucht, das Holz spürt und dann zu Hause an einem Projekt arbeitet, dann ist das Geschenk eigentlich schon fertig, bevor es überreicht wird. Es ist die gemeinsame Zeit, die den Wert ausmacht und in Erinnerung bleibt.
Für den kommenden Muttertag haben wir uns zusammen mit unserer namuk Ambassadorin Gabrielle von @kindwaldundwiese etwas Schönes überlegt: Wir schnitzen Herzen aus Astgabeln. Es ist ein Projekt, das wunderbar zeigt, wie wir mit einfachen Mitteln direkt vor unserer Haustür etwas Einzigartiges schaffen können. Und natürlich ist das nicht nur ein tolles Geschenk zum Muttertag, sondern auch für Valentinstag, Geburtstage oder einfach als kleines Mitbringsel – besonders schön im Frühling und Sommer in Kombination mit frischen Blumen.
Draussen gemacht, von Herzen geschenkt
Wir schnitzen diese Herzen aus Ästen, die wir auf dem Waldboden finden. Unser Tipp: Haltet gezielt Ausschau nach Astgabeln, die bereits ein wenig morsch sind. Leicht morsches Holz hat den grossen Vorteil, dass es sich für Kinderhände viel leichter bearbeiten lässt – es gibt eher nach und die Formen werden schnell sichtbar. Jede Astgabel ist einzigartig, und so wird auch jedes Herz zu einem ganz persönlichen Meisterwerk.

Das Projekt eignet sich perfekt für Kinder ab etwa 5–6 Jahren, sofern sie in Begleitung eines Erwachsenen schnitzen. Aber auch Teenager haben noch viel Freude daran. Es ist eine grossartige Möglichkeit, Feinmotorik und Hand-Augen-Koordination zu schulen, während man ganz nebenbei Konzentration und Geduld übt. Und das Selbstvertrauen, das ein Kind gewinnt, wenn es stolz sagt: „Das habe ich selbst gemacht!“, ist durch nichts zu ersetzen.
Bitte beachte: Kinder sollten nur gemeinsam mit Erwachsenen schnitzen und geeignetes Werkzeug verwenden. Die Umsetzung der Aktivitätsidee erfolgt auf eigene Verantwortung.
Was du für dein Projekt brauchst
Alles, was ihr für das Herz benötigt, findet ihr direkt draussen in der Natur.
- Eine Astgabel (am besten schon etwas morsch)
- Schnitzmesser (oder ein Sackmesser, idealerweise mit Säge)
- Säge
- Schleifpapier
- Handbohrer
- Ein dünner Zweig als Stiel
- Roter Farbstift zum Anzeichnen
- Optional: Farben zum Bemalen, Juteschnur oder Baumwollgarn für die Deko
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So entsteht dein Holzherz
Suchen und vorbereiten: Sucht eine passende Astgabel am Boden. Kürzt die beiden Seitentriebe mit der Säge auf die gewünschte Länge. Den Hauptast lasst ihr vorerst stehen – er dient euch später als praktischer Griff beim Schnitzen.

Enden abrunden: Mit der grossen Klinge des Messers rundet ihr nun die Enden der Seitentriebe ab. Setzt immer wieder kurze Schnitte an der Kante und dreht das Holz nach jedem Schnitt ein Stück weiter, bis eine schöne Halbkugel entsteht.

Die Herzspitze: Zeichnet mit dem roten Stift eine Herzspitze an – je eine schräge Linie von links und rechts, die sich in der Mitte treffen. Sägt dann entlang dieser Linien, um das Herz vom Haupttrieb zu trennen.

Form herausschnitzen: Jetzt könnt ihr mit der grossen Klinge das Herz in seine endgültige Form bringen. Achtet darauf, die Spitze unten nicht zu scharf zu schnitzen, da dort später das Loch für den Stab hinkommt.

Schleifen: Mit dem Schleifpapier das Herz rundum glätten. Dabei kommt oft eine wunderschöne Maserung zum Vorschein.

Stab einsetzen: Sucht einen dünnen, geraden Zweig. Bohrt unten ins Herz ein passendes Loch und steckt den Zweig hinein. Bei uns hielt das ganz ohne Leim hervorragend.

Deko: Bindet ein kleines Sträusschen aus Wiesenblumen und befestigt es mit Juteschnur oder langem Gras unterhalb des Herzens am Stab.

Warum wir das Projekt lieben
Beim Basteln mit Kindern geht es nicht um Perfektion, sondern um den Prozess. Wenn unterschiedlich alte Kinder dabei sind, lässt sich das Projekt wunderbar arbeitsteilig gestalten: Die Jüngeren suchen die Astgabeln, sammeln die Blümchen und binden die Sträusschen, während die Grösseren (immer unter Aufsicht) das Schnitzen mit dem Messer übernehmen. So hat jedes Kind seinen Teil zum Geschenk beigetragen.
Übrigens: Unsere Kinder fanden ihre Herzen am Ende so schön, dass sie sie am liebsten selbst behalten hätten. Das ist völlig in Ordnung – sie haben dann einfach noch mehr geschnitzt, um diese dann zu verschenken.
Viel Freude beim gemeinsamen Suchen, Schnitzen und Schenken!























