Die namuk Discovery Days

Zwei Kinder stehen vor einem Bergsee

Geschrieben von Melanie Gath

Zwei Tage auf 2000m. Um uns herum nur Berge. Ein paar vereinzelte Bäume noch über der Baumgrenze und Kühe. Immer wieder machen sich Murmeltiere bemerkbar. Mit etwas Geduld und Entdecker Ausdauer kann man sie auch über die Wiesen flitzen sehen.

Direkt am wunderschönen kleinen Speichersee Alp Nagens stehen die Baumwollzelte des TCS Camping “Laax Pop-Up Glamping”. 17 Familien sind am 28. August in das Basecamp gekommen, um hier zu übernachten und ein ganz besonderes Wochenende mit uns zu verbringen – die namuk Discovery Days. Mit dem Daypass reisen am zweiten Tag weitere 20 Familien an, um mit uns die Natur auf ganz einzigartige Weise zu entdecken und zu geniessen. Ein Erlebnis, das wir alle sehr sicher nicht so schnell vergessen werden. Vielleicht sogar niemals.

Blick auf das namuk Basecamp

Wie lange kann ich durch den Regen springen, ohne nass zu werden?

Soviel nehme ich schon mal vorweg. Auf die Frage, welchen Moment sie von diesem Wochenende garantiert niemals vergessen wollen und gerne für immer festhalten würden, haben einige Kinder mir geantwortet: “Die wilde Gewitternacht im Zelt.” Aber dazu später mehr.

Ja, das Wetter hätte am ersten Tag deutlich besser sein können. Immer wieder gab es kleine Regenschauer. Zum Glück hatten wir neben den Glamping-Zelten auch weitere Zelte aufgebaut, in denen alle Unterschlupf suchen und finden konnten – wenn sie denn wollten. Doch manche nutzten die Regenzeit auch aktiv mit der Suche nach der Antwort auf die Frage: Wie lange kann ich durch den Regen springen, ohne nass zu werden? Die ein oder andere Familie kam in unserem kleinen Testcenter vorbei, um Regenkleidung auszuleihen. Also weniger abenteuerlich war es mit dem Regen auf jeden Fall nicht.

Die geplante Nachtwanderung musste kurzerhand etwas umgebaut und die Sternstunde nach drinnen verlegt werden. Mithilfe von einem Beamer und Steinen, die tagsüber gesammelt worden waren, wurde den Kindern erklärt, wie sich die Sternenbilder zusammensetzen und spielerisch mit ihnen darüber philosophiert. Die Kinder erzählten, welche Horoskope und Sternenbilder sie kennen. Die Passion von Tamara aus dem Walden Outdoor Team war für alle spürbar.

Fusssalbe, Wimpelkunst und die Murmeltierpfeife

An beiden Tagen konnten die Kinder, mit oder ohne Eltern, unterschiedliche Workshops besuchen. Zum Beispiel hat Gabrielle von kindwaldundwiese mit den Kindern aus Holz eine Murmeltierpfeife gebaut. Bei Irene von Walden Outdoor konnten Kinder – und Erwachsene – lernen, wie man selbst Steine schleift. Aus über Feuer erhitztem Blei entstanden einzigartige Amulette-Ketten. Es wurden eigene Bücher gebastelt, Windspiele aus Naturmaterialien gebaut, bunte Wimpelketten kreiert und Raja von Walden Outdoor zeigte den Abenteurern, wie sie ihre eigene Fusssalbe mischen können.

Am zweiten Tag kamen noch zwei ganz spezielle Workshops hinzu. Unter anderem haben Marc, Gisela und Armin von Kletterfamilia auf einem wunderschönen Hochplateau nahe der Segneshütte, circa eine 45 Minuten-Wanderung entfernt vom Basecamp, insgesamt vier unterschiedliche Kletterrouten für uns vorbereitet. Und Philippe, Gründer und Geschäftsführer von Walden Outdoor, ging mit seinen Gruppen auf ein besonderes Parcours-Erlebnis in der wilden Natur.

Überall Eulen um mich herum

Ich hatte das Glück, am zweiten Tag auch vor Ort sein zu können und habe so viele wunderschöne Momente gesehen, beobachtet, eingefangen und erlebt. Am Basecamp angekommen, ging mir nur eins durch den Kopf: Das ist ein so wundervoll ruhiger Ort und das obwohl überall Kinderstimmen zu hören sind, das Giggeln aus allen Richtungen kommt und das Team noch in den Aufbauarbeiten steckt. Diese Geräusche gehörten irgendwie an diesen Ort.

Überall sprangen Eulen um mich herum. Also genauer gesagt Kinder in namuk Kleidung, aber es fühlte sich an, als hätten sie die Eulen zum Leben erweckt. Ich spürte schnell, dass hier am Tag zuvor Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen worden waren. Überall tummelten sich kleine Gruppen, die über Felsen kletterten, auf der schönsten Schaukel mit Aussicht über das Bündnerland sassen oder einfach laut lachend durch dieses kleine namuk Dorf rannten.

Grosse Schaukel auf Alp Nagens

Mittendrin entdeckte man immer wieder und überall diesen einen blauen Pullover – die Teambekleidung, das Erkennungszeichen aller Teammitglieder dieses besonderen Wochenendes. Denn das namuk Team, die Walden Outdoor Crew und Kletterfamilia, sie alle waren an diesem Pullover zu erkennen. Es wuselte nur so.

Das namuk Team im Glamping Dorf

Wie schon erwähnt, hatte es in der Nacht recht heftig gewittert. Es kam überraschend. Vor allem, dass es so ein starkes Gewitter sein würde, damit hatte niemand gerechnet. “Die Zelte haben so richtig gewackelt”, hat jemand erzählt. Auch wenn die oder der ein oder andere zugegeben hat, schon ein mulmiges Gefühl gehabt zu haben, war es für viele doch ein unvergessliches Highlight. Einige Kinder haben es komplett verschlafen. Andere haben begeistert erzählt, dass es gar nicht mehr aufgehört habe zu blitzen. Das Gewitter hatte zur Folge, dass die Zelte, unter denen die Workshops stattfanden, am Morgen nochmal neu eingerichtet werden mussten. So manches musste erstmal trocknen, aber das Wichtigste: Allen ging es gut und kaputt gegangen war auch nichts.

Ein Paradies für alle, die gerne draussen aktiv und kreativ sind

Wenn man inmitten dieser Zeltlandschaft stand, fühlte man sich wie in einer anderen Welt. In einer Welt, die man so gerne häufiger hätte. Überall hingen Eulen, bunte Wimpel flatterten im Wind, gemütliche Ecken zum Spielen, Raufen, Essen oder wie sich später zeigte, auch zum Schlafen – ein Paradies für alle, die gerne draussen aktiv und kreativ sind.

Um 10.30 Uhr begrüssten Franz (Founder & Co-CEO) und Lena (Head of Marketing) die Gäste. Mit einem kleinen Giveaway in Form einer namuk Handytasche lud Franz auf sympathischste Art und Weise alle Erwachsenen dazu ein, ihr Handy darin zu verstauen und den Tag, die Atmosphäre, die Natur, die lehrreichen Workshops nochmal anders zu geniessen. Ich nutze diesen Moment: Danke Franz, für diese wundervolle Idee. Es hat für mich so gut funktioniert.

Um 11 Uhr dann starteten die Workshops. Bevor ich mich der Gruppe anschloss, die zur Kletterwand wanderte, lauschte ich noch ein wenig bei Gabrielle und ihrem Workshop. Die Kinder sammelten sich rund um eine Decke am Boden. Dann ertönte dieser für Abenteuer-Menschen so bekannte “Ich puste in einen Grashalm”-Ton. Doch in der Hand hielt sie eine Art Holzpfeife. Genau das war das Ziel des Workshops. So eine Murmeltier-Pfeife konnte jeder am Ende mit nach Hause nehmen. Selbst und von Hand gemacht. Verteilt auf Steinen, Kissen oder Decken schnitzten die Kinder ihre Stöcke. Ein Bild, das mich so glücklich machte.

Basteltisch mit Murmeltier-Pfeifen

“Achtung, Achtung – ich muss durch”

Auf dem Weg zur Kletterwand sprangen die Kinder super motiviert den Wanderweg nach oben. Teilweise so schnell, dass man sie kaum noch sehen konnte. “Achtung, Achtung – ich muss durch”, hörte ich es immer wieder hinter mir. An Abzweigungen wurde ungeduldig gewartet: “Wo müssen wir lang?” Unterwegs machte noch ein Murmeltier auf sich aufmerksam und ein Schneehuhn konnte auch gesichtet werden.

Am Kletterspot angekommen, hatte man den Eindruck, die Felsen zogen die Kinder magisch an. Es war fast kein Halten mehr. Sie fingen an zu kraxeln und zu klettern. Ganz nach dem Motto: “Warum auf einer Wiese sitzen, wenn man auch auf einen Felsen klettern kann?” Doch vorab brauchte es noch ein paar Erklärungen, die richtige Ausstattung und ein Sandwich für das Maximum an Energie. Doch dann – ohne zu zögern hüpften sie in ihre Gstältli und kletterten drauf los, gesichert von Marc, Gisela und Armin von Kletterfamilia und Reni aus dem namuk-Team. Über Stunden gingen sie immer wieder an die Wand. Unermüdlich.

Kinder klettern am Fels

Ich kehrte am Mittag wieder ins Basecamp zurück - pünktlich zur Mittagspause. Alle Kleinen und Großen sassen irgendwo auf dem Boden und hatten sich ein gemütliches Plätzchen für ihr z‘Mittag gesucht. Stühle wurden nicht gesucht oder vermisst. In der Natur war ausreichend Platz.

Schätze überall

Kaum hatte im Anschluss der Workshop-Nachmittag gestartet, sammelten sich die Kinder wieder rund um Tische, Decken, Kisten und lauschten noch immer hochkonzentriert. Das Geräusch der Steine, die geschliffen wurden, mischte sich mit dem der Murmeltier-Pfeifen. Es wurden Löcher in Hölzer gedreht, Bastelmaterial in der Natur gesucht, über einer Flamme das Blei erhitzt, um es in Form zu gießen. Und alles, was im Anschluss sichtbar an einer Kette oder einem Rucksack angebracht werden konnte, wurde dort angebracht.

Auch gegen Ende gab es noch immer ein paar sehr ausdauernde und unkaputtbare Abenteurer, die weiter rannten, spielten, bastelten. Doch mittendrin lag auch immer mal ein schlafendes Kind im Arm eines – vielleicht sogar ebenfalls schlafenden – Elternteils. Verwundert war darüber niemand. Dieser Ort war irgendwie zu einem Zuhause für den Moment geworden. Zu einem Zuhause für so viele Familien und namuk Freunde.

Dann zum Schluss stellte ich mich nochmal mitten in das Geschehen und beobachtete: Hier und dort sassen Kinder zusammen und bewunderten ihre selbstgemachten Schätze. Im Bus auf dem Weg nach unten wurden bereits gemeinsame Bilder angeschaut, von all den Erlebnissen, Entdeckungen und Abenteuermomenten, die man gerade eben erst erlebt und gesammelt hatte. Ketten wurden nochmal fester verknotet, damit sie nicht verloren gehen. Gesammelte Stöcke und Steine wurden noch sicherer verstaut. Man konnte sehen, spüren, hören, wie gross der Wunsch war, möglichst viel von diesen Tagen, diesen namuk Discovery Days mit nach Hause zu nehmen. Danke an alle, die dabei waren. Es sind Erinnerungen, die für immer bleiben.

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